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"Beatmungsfilter dienen als effektive Barriere, um Kreuzkontaminationen zwischen Patient, Beatmungssystem, Equipment und klinischer Umgebung zu verhindern. Entsprechende Empfehlungen werden vom Robert-Koch- Institut sowie von anderen Verbänden und Organisationen dazu abgegeben."

Wärme- und Feuchtigkeitstauscher (Heat and Moisture Exchangers, HMEs) minimieren den Verlust von ausgeatmeten Gasen des Patienten, was in Kombination mit einem Filter (Heat and Moisture Exchanging Filter, HMEF) auch das Risiko einer Kreuzkontamination in der klinischen Umgebung verringert.

 

 

Die normale Funktion der oberen Atemwege des Körpers besteht darin, die Luft, die wir einatmen, zu filtern, zu befeuchten und zu erwärmen. Die Luft wird erwärmt, indem sie über ein ausgedehntes Netz von Kapillaren in der Nase geleitet wird. Die Schleimhäute säumen die oberen Atemwege und tragen dazu bei, die Luft zu befeuchten und Partikel in der Luft (Staub und Mikroben) einzufangen. Die Zilien bewegen den Schleim von den Lungen in Richtung des Pharynx, um ihn zu entfernen. 

Die oberen Atemwege tragen auch dazu bei, Wärme und Feuchtigkeit zu speichern, die sonst bei normaler Atmung verloren gehen würden. Das Gas, das die Lungen während der Ausatmung verlässt, hat Körpertemperatur (37°C), eine absolute Luftfeuchtigkeit (AH) von 44mg/l H2O und eine relative Luftfeuchtigkeit (RH) von 100%. Beim Ausatmen des Patienten werden Wärme und Feuchtigkeit von den oberen Atemwegen zurückgehalten und dann an das eingeatmete Gas weitergeleitet, das normalerweise je nach den Umgebungsbedingungen kühler und trockener ist. Die große Oberfläche der oberen Atemwege gestaltet diesen Vorgang besonders effizient. Auf diese Weise können mögliche Nebenwirkungen, die mit dem Einatmen kalter, trockener Gase über einen längeren Zeitraum verbunden sind, minimiert werden. 

Dieser natürliche physiologische Schutz wird umgangen, wenn ein künstliches Beatmungsgerät eingesetzt wird, z.B. ein Trachealtubus, ein supraglottischer Atemweg oder ein Tracheostomie-Tubus. Das bedeutet, dass die Gaszufuhr direkt zu den empfindlichen und sensiblen Lungen führt, was zu einem erhöhten Infektionsrisiko und einer möglichen mikrobiellen Kreuzkontamination führen kann.

Außerdem könnte es zu einer Abkühlung und Austrocknung der Atemwege durch das Einatmen kalter, trockener medizinischer Gase über einen längeren Zeitraum kommen. Die Raumluft beträgt normalerweise ca. 23°C mit einer relativen Feuchte von 60% und einem AH-Wert von 21mg/l. Medizinische Gase haben normalerweise eine Temperatur von 10-15°C mit einer relativen Feuchte von 0-2 % und einem AH-Wert von 0,5 mg/l, was das Risiko weiter erhöht. Dies kann zu geschädigten Zilien, verdickten Schleimhäuten und Schleimhautkrusten führen, was ein erhöhtes Risiko für Tubenverschlüsse, ein erhöhtes Infektionsrisiko, Atelektase und erhöhte Kosten durch einen längeren Krankenhausaufenthalt zur Folge hat.

 







 
   


 
Infektion




Schutz des Patienten


Schwerkranke Patienten mit verminderter Immunität sind häufig einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Diese nosokomialen Infektionen führen zu einer erhöhten Morbidität und potentiellen Sterblichkeit sowie zu einer signifikanten Erhöhung der Behandlungskosten des Patienten aufgrund des verlängerten Krankenhausaufenthalts. Der strategische Einsatz eines effizienten, ordnungsgemäß geprüften Beatmungsfilters stellt eine wirksame Barriere zwischen Patient, Beatmungssystem und Beatmungsgerät dar, die das Risiko einer Kreuzkontamination verringert.
 

Kreuzkontaminationen




Schutz des Beatmungssystems

Bei Patienten, die einen künstlichen Atemweg benötigen, ist kein natürlicher physiologischer Schutz vorhanden, wodurch sich das Risiko von Infektionen und Kreuzkontaminationen zwischen Patienten und medizinischen Geräten erhöht. Kreuzkontaminationen von Patienten durch Anästhesiesysteme stellen ein bekanntes Risiko dar und wurden entsprechend dokumentiert(2). Besonders besorgniserregend sind dabei Erreger wie Hepatitis C, Mycobacterium tuberculosis, Blut im Sputum, SARS und ähnliche Coronaviren.

  Schutz von Beatmungsgeräten und klinischer Umgebung



Schutz des Equipments

Die Verwendung geeigneter und effizienter Beatmungsfilter kann die empfindlichen und teuren Geräte schützen und dazu beitragen, deren Funktionsfähigkeit zu erhalten, die Betriebskosten zu senken und potenzielle Kreuzkontaminationen zu reduzieren.





        
         


 
  In den meisten Fällen kann das Klinikpersonal die Effizienz und Wirksamkeit eines Beatmungsfilters, HMEs und HMEFs nur über Standard-Testprotokolle und Messergebnisse bestimmen. Hierbei ist es von Bedeutung, dass die Daten klinisch relevant sowie aktuell sind und das vom Kunden verwendete Produkt darin berücksichtigt wird.

Unser Sortiment an Atemfiltern und HMEFs wurde unabhängig getestet und hat sich als hocheffizient gegen Bakterien und Viren erwiesen. Entscheidendes Kriterium ist dabei die Anzahl der Erreger, die den Filter passieren können. Diese Tests liefern klinisch relevante Informationen, um evidenzbasierte Entscheidungen über das für Ihre klinischen Anforderungen am besten geeignete Produkt zu ermöglichen.



Mikrobiologische Tests

Alle unsere Filter werden in speziellen mikrobiologischen Laboreinrichtungen im Hinblick auf klinisch relevante bakterielle und virale Belastungen getestet. Dies wird normalerweise in einer unabhängigen Testeinrichtung durchgeführt, die spezifische Protokolle entwickelt, um mögliche Keimbelastungen zu simulieren, die einem Filter in der klinischen Umgebung begegnen.

Es wird jeweils ein Partikel ausgewählt, der die Größe von häufig vorkommenden Bakterien und Viren simuliert. Jeder einzelne Intersurgical Filter und HMEF wird getestet und seine Leistung auf diese Weise verifiziert.


Die klinisch relevanten Tests werden bei allen Produkten mit Bacillus subtilis (1,0μm x 0,7μm) und dem Bakteriophagen Ø174 (0,027μm) durchgeführt.

Diese Tests liefern klinisch relevante Informationen, damit evidenzbasierte Entscheidungen über das am besten geeignete Produkt zur Erfüllung der klinischen Anforderungen getroffen werden können, sowie Ergebnisse mit relevanten Partikelgrößen von anderen in der klinischen Umgebung häufig vorkommenden Organismen.







Die Effizienz wird durch den Grad des Durchbruchs der jeweiligen Keimbelastung durch den Filter bestimmt und als Prozentsatz angegeben.

        

Referenz 1: Association of Anaesthetists of Great Britain and Ireland 1996. Danish Society of Anaesthetists 1998. French Society of Anaesthetists 1998
Referenz 2: Chant K, Kociuba K, Munro R, et al. Investigation of possible patient-to-patient transmission of hepatitis C in a hospital. NSW Public Health Bull 1994; 5:47-51.
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